Semesterinfos

 1. Semester

benötigtes Material:

 

-    evtl. für Zoologie und für Anatomie: 1 bis 2 Kittel (bekommt man im vet-Shop am Bünteweg oder auch günstiger gebraucht über den Email-Verteiler

-    für Zoologie: eine spitze Nagelschere und Stecknadeln

-    Präppbesteck und Skalpellklingen: wird euch von Bayer gesponsert, erhaltet ihr beim ersten Mal Präppen, Skalpellklingen könnt ihr auch im AStA kaufen, wenn ihr alle verbraucht habt

-    ein Zahlenschloss für Anatomie

-    Einmal-Handschuhe für Anatomie, gibt es auch im vet-Shop oder auch bei dm oder Rossmann

  

Erst einmal: Willkommen an der TiHo! Toll, dass ihr da seid! Lasst euch am Anfang bloß nicht einschüchtern von den ganzen Veranstaltungen und der Masse an Stoff. Ihr schafft das schon alles! Die TiHo ist eine kleine, feine und sehr familiäre Uni, wie ihr sicher bald selbst merken werdet. Wenn ihr Fragen habt, wendet euch gerne an den AStA oder auch an ältere Semester. Alle werden euch gerne weiterhelfen!

 

Zunächst einmal einige organisatorische Infos: Wenn ihr krank seid und nicht zu Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht kommen könnt, müsst ihr euch meistens eine Krankmeldung vom Arzt holen und eine Kopie davon beim jeweiligen Institut abgeben. Die genauen Regelungen für das jeweilige Institut werden immer am Anfang der Veranstaltung nochmal durchgesagt. Am besten ruft ihr auch immer an, wenn ihr nicht kommen könnt, damit es keine Unstimmigkeiten gibt. Die Telefonnummern der Institute findet ihr auf der Homepage. Solltet ihr bei einer Prüfung krank sein, muss innerhalb von drei Tagen ein ärztliches Attest im Prüfungsamt bei Frau Kallbach eingehen.

 

Ihr müsst im Studium eine gewisse Anzahl von Wahlpflicht-Stunden ableisten. Diese könnt ihr ab dem zweiten Semester immer über StudIS wählen. Dort könnt ihr auch einen „Kontoauszug“ einsehen, wie viele Stunden ihr noch braucht. Im Online-Vorlesungsverzeichnis kann man alle Wahlpflichten einsehen und sich gegebenenfalls über die dort angegebenen Kontaktdaten abmelden, falls man nicht kann. Übrigens: Ihr könnt eure WP-Stunden über StudIS selbst eintragen. Die Bescheinigung müsst ihr dann anschließend im Studierendensekretariat abgeben, sonst wird es nicht anerkannt.

 

Den Stundenplan habt ihr ja vielleicht schon im Ersti-Heft gesehen. Wenn nicht - er ist auch bei StudIS im Download-Bereich zu finden. Wie ihr seht, ist er ziemlich voll. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, in den ersten Wochen erst einmal alle Vorlesungen zu besuchen und dann selbst zu entscheiden, ob sich für einen persönlich ein regelmäßiger Besuch lohnt.

 

Zum Thema Lehrbücher: die Dozenten schlagen ja immer ganz fleißig Bücher in ihren ersten Vorlesungen vor. Häufig benötigt man aber auch für eine gute Prüfungsvorbereitung gar kein Buch, zum Beispiel, wenn die Vorlesungsunterlagen, die online gestellt werden, sehr gut sind, oder wenn es ein schönes Skript im AStA gibt. Viele Bücher kann man außerdem in der Bibliothek leihen oder günstiger über den Verteiler gebraucht kaufen. Schaut auch mal bei der Bücherbörse im AStA nach! Außerdem findet immer in der zweiten Woche des Semesters ein Bücherflohmarkt im Alten Pylorus statt.

 

Zu den Vorlesungsunterlagen: häufig macht es wenig Sinn, wirklich alles auszudrucken. Manchmal sind auch viele Bilder und Tabellen dabei, die man sich danach nie wieder anschaut. Außerdem freut sich eure Druckerpatrone, wenn ihr ein wenig selektiert, was ihr wirklich ausgedruckt braucht.

 

Zu eurem TiHo-Email-Account: es macht sehr viel Sinn, regelmäßig das Postfach zu durchforsten und vor allem zu leeren (auch den Papierkorb). Manchmal kommen wichtige Emails vom AStA oder vom Prüfungsamt, die ihr nicht verpassen sollte, nur weil euer Postfach überquillt. Man kann sich den Email-Account auch aufs Handy ziehen, eine Anleitung dazu findet ihr bei StudIS.

 

Ein paar Infos zu einzelnen Fächern: In Anatomie findet jede Woche der Präparier-Kurs statt. Ihr fertigt unter Anleitung ein Präparat an, das bedeutet: ihr schnippelt an einem Ziegenbein und später an einer Katze herum. Die Anatomen legen sehr viel Wert auf korrekte Kleidung, das bedeutet: mindestens knielanger weißer Kittel, die Ärmel bis über die Ellbogen hochgekrempelt, keine Kleidung, die unter den Ärmeln hervorschaut, keine langen Schals, kein Armschmuck, zurückgebundene lange Haare und geschlossene Schuhe. Außerdem sollte in jeder Präp-Stunde an jedem Tisch ein adäquates Lehrbuch vorhanden sein. In Anatomie gibt es über das Semester verteilt drei Testate, in denen ihr tischweise über das Thema der letzten paar Wochen geprüft werdet. Die Stoffmenge wird euch wahrscheinlich erst einmal erschlagen, aber das hat bisher noch jeder geschafft, also nicht den Mut verlieren!

 

In Zoologie wird auch präpariert, allerdings jede Woche ein anderes Tier. Begonnen wird mit Würmern und dann arbeitet man sich „hoch“ bis zur Ratte. Hier wird gesagt, man bräuchte eine Präparierbesteck, es reicht aber auch eine spitze Nagelschere und normale Stecknadeln.

 

In Physik steht ein Praktikum an, zu dem ihr in Gruppen eingeteilt jede Woche Versuche macht. Hier muss man ein Protokoll anfertigen, dass auch korrigiert wird. Es macht deshalb Sinn, sich die Werte ordentlich aufzuschreiben, und wenn man etwas nicht versteht gleich im Praktikum die Bremser zu fragen.

 

In Chemie müsst ihr auch in Gruppen ein Referat über ein bestimmtes Thema halten.

 

Im Laufe des Semesters bekommt ihr eine Email vom Prüfungsamt (also: Emails checken!), in der ihr gebeten werdet, euch im Tower für die Vorphysikums-Prüfung in Listen einzutragen. Ihr müsst dazu noch ein Formular ausfüllen und euch dann immer zu viert in eine Liste eintragen. Die Gruppen sind dann für die mündliche Prüfung in Zoologie.

 

Die Prüfungen, die nicht schriftlich sind[1] , sind an der TiHo meistens am Computer. Häufig gibt es Altfragenkataloge aus den höheren Semestern, da lohnt sich auf jeden Fall ein Blick hinein!

 

Für Chemie nehmen viele Erstis von Anfang an Nachhilfe. Wenn ihr absolut planlos seid und schon wisst, dass euch dieses Fach Probleme machen wird, macht es sicherlich Sinn, sich frühzeitig Unterstützung zu suchen. Das soll aber nicht heißen, dass man das ohne Nachhilfe nicht schaffen kann.

 

Gegen Ende des Semesters wird ich Chemie ein Abtestat über den Stoff des Semesters geschrieben (am Computer, 20 Fragen). Außerdem in Histologie die ERKO I (am Computer, 30 Fragen). Für die Leute ohne Latinum gibt es außerdem noch zwei schriftliche Terminologie-Klausuren.

 

In der vorlesungsfreien Zeit gibt es dann die Vorphysikumsprüfungen in Zoologie (mündlich) und Physik (am Computer, 60 Fragen).

 

Das allerwichtigste, was das Organisatorische angeht: die Rückmeldung. Ihr könnt euch ab Ende des Semesters (genauer Termin auf der StudIS-Startseite) für das nächste Semester zurückmelden. Dazu müsst ihr den angegebenen Betrag auf das angegebene Konto überweisen. Gebt unbedingt eure korrekte Matrikelnummer an, sonst kann es passieren, dass euer Geld nicht zugewiesen werden kann!

 

Das Zweitwichtigste: Ändert eure Adresse, wenn ihr umzieht selbstständig über StudIS, damit eure Unterlagen (z. B. zu Prüfungen) auch bei euch ankommen.

 

2. Semester

 

benötigtes Material:  

-    2 Kittel (wenn noch nicht vorhanden)

-    eventuell Gummistiefel mit Stahlkappen und Gummischürze fürs Ruthe-Praktikum

 

Ihr habt es geschafft: euer erstes Semester liegt hinter euch! War doch gar nicht so schlimm, oder? Dieses Semester habt ihr alt bekannte Fächer, aber auch einige neue.

 

Chemie solltet ihr unter dem Semester nicht vernachlässigen und am Stoff dranbleiben, vor allem wenn ihr nicht die geborenen Chemiker seid. In den Ferien steht nämlich die Vorphysikums-Prüfung an, auch über den Stoff aus dem 1. Semester.

 

In Anatomie stehen wieder drei Testate an und in Chemie wieder ein Referat.

 

In Physiologie gibt es verschiedene Übungen/Praktika, die ihr in Gruppen wöchentlich absolviert. Es ist sehr sinnvoll, sich auf diese Übungen gut vorzubereiten, das bedeutet, die Fragen im Antestat zu beantworten und sich die Vorlesungen zu dem Thema noch mal zu Gemüte zu führen. Wenn ihr nämlich gut vorbereitet in der Übung seid, könnt ihr auch eine Menge mitnehmen. Die Übungen sind nämlich auch relevant für die Physikumsprüfung nach dem 3. Semester. Der Stoff hierfür ist sehr sehr umfangreich, also immer schön dranbleiben! Vor dem Antestat vor der Übung braucht ihr keine Angst haben, das ist nicht wie ein Testat in Anatomie, sondern eher wie eine kleine Fragerunde, um ins Thema reinzukommen. Ähnlich sind die Abtestate, von denen es zwei im Semester gibt. Hier könnt ihr auch nochmal Unklarheiten klären.

 

Am Ende des Semesters gibt es, wie im 1. Semester, ein Abtestat in Chemie (am Computer, 20 Fragen) über den Stoff des Semesters.

 

In der vorlesungsfreien Zeit stehen dann die Vorphysikumsprüfungen in Chemie (am Computer, 30 Fragen über den Stoff des 1. und 2. Semesters) und in Botanik an. Botanik besteht aus einem praktischen Teil, in dem man Pflanzen auf der Bünte-Wiese bestimmen muss und einem theoretischen Teil mit jeweils 25 Fragen am Computer.

 

In den Semesterferien steht für alle ein fünftägiges Laborpraktikum in Biochemie an. Ihr werdet wieder in Gruppen eingeteilt und macht dann mehr oder wenige interessante Experimente unter Anleitung. Über den Stoff dieses Praktikums wird zu Beginn des 3. Semesters dann auch eine Klausur geschrieben, also am besten gut Mitdenken, wenn die Versuche gemacht werden, das wird euch helfen für die Prüfung.

 

Für einige von euch geht es in den Semesterferien dann auch aufs Lehr- und Forschungsgut Ruthe, um das 10-tägige landwirtschaftliche Praktikum zu absolvieren. (Die anderen machen das dann in den Ferien nach dem 3. Semester.) Hier seid ihr im Herrenhaus auf dem Hof relativ komfortabel untergebracht (in Einzel- oder Doppelzimmern) und werdet auch sehr gut bekocht. Ihr rotiert durch die einzelnen Ställe und lernt alle Tierhaltungen auf dem Hof kennen. Außerdem gibt es Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Tierernährung und Botanik.

 

3. Semester

 

benötigtes Material:

-    Gummistiefel mit Stahlkappe und Gummischürze (beachten, dass sie lange genug ist!)

 

Schon ein Jahr des Studiums liegen hinter euch! Jetzt keine Panik bekommen, wenn ihr seht, was im 3. Semester alles für Testate anstehen!

 

In Tierzucht gibt es vier Testate mit Single-Choice-Fragen. In Physio gibt es wieder zwei Abtestate. In Anatomie stehen nämlich neben den zwei „normalen“ Testaten auch noch drei Siten an, zusätzlich einer, der aber nicht als Testat bewertet wird. Bei einem Situs werden die Organe der Bauch-, Brust- und Beckenhöhle in situ studiert, das bedeutet, ein Pferd wird aufgeschnitten und man kann sich dann die Lage der Organe, Blutgefäße und Nerven „originalgetreu“ anschauen. Zu den Siten seid ihr wieder in Gruppen eingeteilt und manche haben mehr Glück mit den Terminen als andere. Auf jeden Fall braucht ihr vor diesen Testaten nicht in Panik verfallen. Zu jedem Situs gibt es am Beginn des Semesters eine Einführungsveranstaltung, in der der Professor vorführt, was gemacht wird und auch sagt, auf was besonders Wert gelegt wird. Es gibt ein sehr gutes AStA-Skript zu dem Thema und, da die Gruppen größer sind, fallen die Fragen häufig nicht so detailliert aus wie in den Testaten. Trotzdem ist eine gute Vorbereitung natürlich auch im Hinblick aufs Physikum sehr viel wert, hier wird nämlich bei jedem Studenten ein Situs geprüft.

 

Für die Siten braucht ihr auch unbedingt die Gummischürze und Stiefel, genauso wie für manche Übungen in Physio. Wer das nicht immer hin und her schleppen will, sucht sich einen Spind auf dem Campusgelände (wo die sind, findet ihr auf der AStA-Seite).

 

Im Laufe des Semesters müsst ihr euch auch wieder für eine Prüfungsgruppe im Tower eintragen.

 

Im Laufe des Semesters (nach der Weihnachtspause) wird in Histo die ERKO II über den Stoff des 2. und 3. Semesters geschrieben (am Computer, 30 Fragen).

 

Nach dem Semester stehen die Physikumsprüfungen in Biochemie (am Computer, 60 Fragen) und Physiologie an. In Biochemie werden in den Vorlesungen Lückentexte verteilt und auch besprochen, die einem für die Prüfung schon mal viel weiterhelfen. Außerdem wird zu Beginn des Semesters eine Prüfung über das Laborpraktikum geschrieben (am Computer, 40 Fragen), bei der man schonmal viele Punkte für die Endprüfung sammeln kann, da die nicht ganz so schwierig ist.

 

Physiologie wird mündlich geprüft. Da es sehr viel Stoff ist, empfiehlt es sich, unter dem Semester schon am Ball zu bleiben und sich auch gut auf die Übungen vorzubereiten, damit man dann nicht von dem riesigen Berg erschlagen wird, wenn es so weit ist.

 

In den Semesterferien steht dann für die andere Hälfte des Semesters noch das Praktikum auf Ruthe an.

 

4. Semester

 

benötigtes Material:

-    Stethoskop = Phonendoskop

 

Nur noch ein Semester, dann habt ihr den vorklinischen Teil eures Studiums abgeschlossen! Nach diesem Semester stehen also die Abschlussprüfungen in Anatomie, Histo und Embryo an, außerdem in Tierzucht. Vor allem für Anatomie gilt: fangt schon unter dem Semester an, zu wiederholen.

 

In Anatomie gibt es wieder zwei Testate. Außerdem in Tierzucht, die teilweise am Computer, teilweise mündlich sind. In Futtermittel steht ein Abtestat an mit 50 bis 60 Fragen und Multiple-Choice.

 

In der Radiologie-Vorlesung könnt ihr, wenn ihr in 75% der Veranstaltungen anwesend wart, den Strahlenschutzschein machen. Das ist wirklich sinnvoll, da ihr damit einen Haufen von Geld spart! In Radiologie muss auch ein Praktikum absolviert sind. Das sind zwei Veranstaltungen, die Termine entnehmt ihr den Aushängen in der Physik. Dazu müssen auch Protokolle angefertigt werden.

 

In Propädeutik werden die allgemeinen und speziellen Untersuchungsgänge am Tier gelehrt. Ihr seid dieses Semester entweder bei den Klauentieren und den Pferden oder bei den Heim- und Kleintieren und den Rindern. Das rotiert dann nach einem Semester, sodass ihr nach dem 5. Semester überall gewesen seid. Bei den Pferden gibt es eine Testatkarte, die ihr nicht verlieren solltet und ihr könnt die Gruppen ohne Probleme auch ohne Tauschpartner tauschen. In den anderen Kliniken ist das nur mit Partner möglich.

 

Man kann auch überall mitlaufen, um den Klinikalltag kennen zu lernen. In der Rinderklinik ist das allerdings erst nach dem Propädeutik-Kurs möglich.

 

Im Fach Biomathe müsst ihr eine Scheinklausur schreiben (am Computer, 40 Fragen, 50% um zu bestehen). Das bedeutet, ihr braucht den Schein bis zum 8. Semester und könnt die Klausur so oft ihr wollt schreiben. Geht immer hin, jeder Versuch lohnt sich!

 

In der vorlesungsfreien Zeit geht es dann an die Physikumsprüfungen: Tierzucht besteht aus einem schriftlichen Teil mit 80 Fragen am Computer und einem zweiten, mündlichen Teil mit drei Fragen und einer Tierbeurteilung. Anatomie wird mündlich geprüft. Histo/Embryo wird zusammen geprüft, und zwar im Rahmen einer Klausur am Computer und einigen Schnitterkennungen.

 

Außerdem gibt es eine Klausur in allgemeiner Pathologie mit 90 Fragen am Computer (das ist schon Teil der Staatsexamens-Prüfungen).

 

 

5. Semester

 

benötigtes Material:

-    mindestens 3 Kittel, besser mehr

-    eventuell Spind-Schloss für Mibi

 

Toll, ihr habt das Physikum geschafft! Jetzt könnt ihr endlich voll durchstarten in der Klinik!

 

Dieses Semester steht der Teil Propädeutik an, den ihr im 4. Semester noch nicht hattet.

 

In Mikrobiologie braucht ihr für den Kurs auch einen Kittel, der muss auch im Institut bleiben. Während des Kurses kann man seine Sachen einschließen. Also bringt ein Schloss mit.

 

Die Vorlesungen in Pharmakologie zu besuchen, macht Sinn. Man kann es aber natürlich auch ohne schaffen.

 

An Testaten steht nur ein einziges in Mibi am Semesterende an, also ist unter dem Semester etwas Zeit, um durchzuatmen!

 

In Immunologie muss auch ein Schein gemacht werden. Das kann bis zum 8. Semester beliebig oft wiederholt werden. Wer das frühzeitig abhakt, erspart sich aber für später eine Menge Stress, denn ohne den Schein geht es nicht ins PJ!

 

In der vorlesungsfreien Zeit stehen die ersten Prüfungen fürs Staatsexamen an: in Mikrobiologie eine Klausur mit 40 Fragen, in Radiologie eine Klausur mit 60 Fragen, in Tierhaltung/Tierhygiene eine Klausur mit 60 Fragen und eine Prüfung in Propädeutik, diese ist mündlich und praktisch.

 

 

6. Semester

 

Vor Semesterbeginn müsst ihr euch für einen Reprobericht eintragen. (Es empfiehlt sich, den Bericht im 6. Semester zu schreiben, dann müsst ihr es im 7. nicht mehr machen, da dann noch einige andere Berichte fällig sind.)

 

Im 6. Semester beginnen die Quoten. Dabei wird geübt, wie man Patienten untersucht und sie behandelt. Sie finden auch im 7. und 8. Semester noch statt. In allen Quoten besteht Anwesenheitspflicht. Die Listen finden sich am schwarzen Brett oder unter den Lehrmaterialien. Die Quoten finden jeden Tag außer Freitag statt. Verschiedene Patientenfälle werden den Studierenden zugeteilt und man muss Berichte darüber schreiben (je einen bei den Kleintieren und kleinen Klauentieren und zwei in der Rinderklinik). Achtung: in der Klinik für kleine Klauentiere muss das Tier schon vor der ersten Veranstaltung untersucht werden, also in den Ferien. Informiert euch deshalb frühzeitig.

 

Die Hauptquote steht im Stundenplan und findet im Hörsaal statt, es wird entsprechend der Listen zwischen den Kliniken rotiert. Ihr müsst dafür Schutzkleidung mitbringen (Rinder und kl. Klauentiere komplett und bei den Pferden und Kleintieren nur einen Kittel). Pro Termin werden ein bis zwei Patienten vorgestellt und durchgesprochen. Es werden dazu immer zwei Studis ausgewählt, die bei der Untersuchung helfen. In der Heimtierklinik werden keine Patienten vorgestellt, sondern „nur“ Vorlesung gemacht.

 

Die Nebenquote steht nicht im Stundenplan und läuft parallel zur Hauptquote. Zwei bis sechs Leute laufen dann mit Assistenten in der Klinik mit, je nach Klinik ist es unterschiedlich, ob man sich direkt melden kann oder vorher eintragen muss.

 

Nachmittags findet an einigen Terminen das Repro-Seminar statt, die Liste findet ihr auf StudIS. Denkt auch hier an Schutzkleidung! Der Spermatologie-Kurs findet in der VMTA-Schule statt, das ist das graue Gebäude zwischen Tower und Bibliothek.

 

Im Laufe des Semesters solltet ihr Pharma nicht vergessen.

 

Außerdem könnt ihr jetzt euren PJ-Zyklus wählen. Am besten ihr seht euch auch schonmal nach anderen Praktika fürs PJ um.

 

In der vorlesungsfreien Zeit steht die Prüfung in Virologie an (am Computer, 40/60 Fragen), außerdem in Pharma (am Computer, 90 Fragen) und in Histologie/Pathologie (am Computer, 80 Fragen).

 

 

 

7. Semester

 

benötigtes Material:

-    weiße Ausrüstung = Stiefel, Schürze, Helm

-    für Pathologie: ein blauer Kittel, der hinten geschlossen wird (auch in der Patho erhältlich)

-    Spintschloss für Patho

 

In Pathologie müsst ihr im Semester vier Obduktionen machen und die Berichte dazu schreiben (4 bis 10 Seiten). Diese sind sehr umfangreich, beachtet die Vorlage und den Korrekturschlüssel! Für die Abgabe habt ihr zwei Wochen Zeit.

 

Auch stehen wieder Quoten an, für die auch wieder Berichte geschrieben werden müssen.

 

Für Fleisch benötigt ihr die weiße Ausrüstung, für Milch müsst ihr in den praktischen Übungen einen weißen Kittel tragen.

 

Die Gyn-Quote besteht aus drei Vorlesungen und zwei Übungen. Die Listen hängen nur in der Rikli aus!

 

Mit der Ambulatorischen Klinik finden Ausfahrten statt. Dafür gibt es Online-Listen. Die Ausfahrten finden jeweils von 8:30 Uhr bis 13 Uhr statt, können aber auch mal länger dauern, ihr werdet währenddessen für alle eure anderen Kurse entschuldigt.

 

Während des Semesters gibt es in Futtermittel ein Abtestat, außerdem zwei Testate in AVO: man muss ein Rezept schreiben und ein Arzneimittel herstellen. Dann gibt es noch ein Schalttier-Testat (praktisch und mündlich).

 

In der vorlesungsfreien Zeit findet die mündliche Futtermittel Prüfung statt. Außerdem die Parasitologie Prüfung am Computer und mit Schnitterkennung.

 

 

8. Semester

 

Für Pathologie müsst ihr Berichte nur als Übung für euch selbst schreiben. Außerdem macht jeder Studierende eine Organvorstellung (immer zu zweit) vor den anderen.

 

Während des Semesters gibt es praktische Prüfungen in Lebensmittel und in Milchkunde.

 

In der vorlesungsfreien Zeit finden Prüfungen in Innerer Medizin, Chirurgie und Repro (am Computer, jeweils 65 Fragen) statt, außerdem in Tierseuchenbekämpfung (am Computer, 40 Fragen) und in AVO (am Computer, 60 Fragen).

 

 

 

9./10. Semester (Praktisches Jahr)

 

Endlich geht es richtig los! Ihr seid schon fast echte Tierärzte und könnt praktische Erfahrungen sammeln.

 

Für alle, die es noch nicht wissen: ein Zyklus ist ein Pflichtpraktikum in einer Klinik oder einem Institut oder Paraklinik (14 Wochen) der TiHo. Er dauert 10 Wochen, davon ist man zwei Wochen in der Repro (zu der jeweiligen Klinikart). Im 11. Semester wird man immer in der entsprechenden Klinik und der Repro geprüft.

 

Wie bereits erwähnt, findet die Zyklus-Wahl und -Bekanntgabe im 6. Semester statt. Ihr könnt auch noch mit einem Tauschpartner tauschen. Sobald ihr das Datum eures Uni-Zyklusses wisst, kümmert euch um das Schlachthofpraktikum und das Amtspraktikum

 

Über Weihnachten und Neujahr habt ihr in allen Kliniken und Instituten frei.

 

Teil des PJs ist, wie bereits erwähnt, auch ein dreiwöchiges Schlachthofpraktikum, nach der neuen TAppV muss dort nur noch eine Tierart geschlachtet werden. Der Schlachthof muss auf EU-Basis zugelassen sein. Beim bvvd gibt es eine Deutschland-Karte, auf der alle geeigneten Schlachthöfe eingezeichnet sind. Hierfür ist komplett weiße Ausrüstung notwendig, eventuell (je nach Schlachthof) auch Kettenhandschuh und Messer. Das könnt ihr im Lebensmittelinstitut gegen Pfand ausleihen.

 

Außerdem sind Praktika in der Lebensmittelhygiene und im Veterinäramt zu absolvieren. Sie dauern jeweils zwei Wochen.

 

Dann müsst ihr noch ein großes kuratives Praktikum machen (16 Wochen). Davon sind acht Wochen als Wahlpraktikum möglich (in Zoo, Industrie oder Labor). Dann gibt es noch ein kleines kuratives Praktikum von vier Wochen. Hier bietet die TiHo nach dem 5. und 7. Semester einen Austausch mit Budapest an, schaut dazu in den TiHo Anzeiger. Was die Praktika angeht, erkundigt euch ruhig bei älteren Semestern über eure Stelle, denn ein Praktikum ist nicht wie das andere. Im praktischen Jahr will man ja praktische Fähigkeiten erlernen und ausbauen, da hängt es stark davon ab, an wen man gerät. Und: Seid aufgeschlossen und motiviert, macht das, was euch interessiert. So habt ihr, die Praxen/Kliniken usw. und letztendlich auch eure Nachfolger, die viel positiver empfangen werden, deutlich mehr von der Zeit!

 

Die Unterlagen zur Bescheinigung der Praktika am besten rechtzeitig beim betreuenden Tierarzt einreichen – manche brauchen ewig das auszufüllen und so rennt man vor der Prüfungsphase nicht hinterher.

 

Wenn man während des Studiums schon mindestens sechs Monate in einer Klinik oder der Anatomie gebremst hat, bekommt man acht Wochen kuratives Praktikum angerechnet.

 

Auch Auslandspraktika sind möglich! Bei guten Noten gibt es dafür auch einen Zuschuss von der Uni.

 

Auch ein zweiter Zyklus ist möglich.

 

 

11. Semester

 

Das letzte Semesters eures Studiums besteht eigentlich nur aus Prüfungen: Innere Medizin, Chirurgie und Reproduktion (mündlich und praktisch) in der Klinik, in der ihr euren Zyklus absolviert habt, Geflügelkrankheiten (am Computer, 60 Fragen), Lebensmittel (am Computer, 50 Fragen), Milchkunde (am Computer, 50 Fragen), Fleischhygiene (am Computer, 50 Fragen), Berufs- und Standesrecht (am Computer, 30 Fragen), spezielle Pathologie (am Computer, 120 Fragen), Obduktion (praktisch und mit Bericht) und Tierschutz (mündlich).

 

Wenn ihr es dann alle geschafft habt, müsst ihr für die Approbation noch folgendes einreichen:

 

Euer Abschlusszeugnis: das gibt es bei Frau Burkhardt, bei der Zeugnisvergabe gibt es dann ein Schmuckzeugnis. Für Bewerbungen kann man auch jederzeit vorher eine Leistungsübersicht bei ihr bekommen.

 

Ein Führungszeugnis: Das bekommt ihr nicht selbst in die Hand, sondern müsst es an eurem Heimatort/Erstwohnsitz beantragen, damit es direkt zur Tierärztekammer geschickt wird. Es darf zum Antrag der Approbation nicht älter als 4 Wochen sein, also ggf. rechtzeitig aber nicht zu früh eine Reise nach Hause einplanen. Die auf dem Amt haben oft keine Ahnung, wie das so geht und wollen ein Formular (braucht man nicht), daher auf jeden Fall die Adresse der Tierärztekammer mit zum Amt nehmen! Der Wisch kostet 13€.

 

Ein Ärztliches Gutachten: Hierfür gibt es ein Muster auf der Seite der Tierärztekammer, es geht aber auch ohne, da muss der Arzt mal ein paar Zeilen selber tippen. Manche Ärzte nehmen Geld dafür, tendenziell können sie es ja aber über die Krankenkasse abrechnen lassen. Es muss kein Amtsarzt sein, der das Gutachten ausstellt!

 

Die Approbation kostet nochmal etwas um die 85€. Dafür gibt es einen Lastschrifteinzugs-Zettel auch auf der Seite der Tierärztekammer (Antrag auf Approbation). Den müsst ihr auch mitbringen, Bargeld wird nicht genommen. Die Approbationsurkunde samt weiterer Unterlagen der Kammer könnt ihr dann bei der Tierärztekammer in der Fichtestraße (Frau Friese) abholen oder euch auf Wunsch per Einschreiben zuschicken lassen.

 

Dann müsst ihr noch bis etwa Mitte April (das genaue Datum kriegt ihr noch genannt) den Antrag auf Exmatrikulation abgeben. Dafür den Zettel bei StudIS ausdrucken und erst bei der Bibliothek einen Stempel abholen, dass ihr keine Bücher mehr ausgeliehen habt. Dann alles bei Frau Walter einreichen. Achtung, ihr könnt Euch dann nicht mehr bei StudIS einloggen! Falls man also noch Vorlesungen etc. runterladen will, der sollte das unbedingt vorher tun.
Das Email-Postfach ist noch eine Weile danach aktiv, auch hier dran denken, ggf. wichtigen Leuten eine andere Emailadresse mitzuteilen.

 

Und dann habt ihr es tatsächlich geschafft: ihr seid jetzt wirklich und wahrhaftig echte Tierärzte! Glückwunsch!

 

 

 

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